Der Raum, der sich hinter dem Tor vor den Dorfbewohnern auftat, war riesig, gute achtzig Schritt lang und bestimmt vier Stockwerkehoch. Boden, Wand und Decke waren mit grauen Steinkacheln ausgekleidet, und einige der Kacheln in der Decke spendeten ein so helles Licht, wie es hundert Fackeln nicht hätten tun können. Die Luft, die ihnen entgegenschlug war verbraucht und staubig, doch es roch nicht nach Moder.
„Es riecht nach Vergangenheit“, sagte Elyra leise, als sie ihren Blick über die vielen Kisten, Kästen und Behälter wandern ließ, die zum Teil in geöltes Leder eingewickelt, zum Teil ohne weitere Umhüllung nur von Staub bedeckt, aufeinander gestapelt waren. Manche der Schatullen und Container waren so klein, dass man sie in einer Hand halten konnte, andere hingegen waren so groß, dass sie vom Boden bis unter die Decke des riesigen Raumes reichten. Die einzelnen Gänge zwischen ihnen waren teils eng, teils weit, aber stets erlaubten sie einen bequemen Zugang zu jedem der Behälter.
„Ich weiß nicht, wie es euch geht“, fuhr Elyra leise fort und strich sich nervös ihr Kleid glatt. „Mir jedenfalls macht das hier alles Angst.“ „Da bist du nicht alleine“, stimmte Tarlon ihr zu, aber noch während er sprach, drängten bereits andere an ihm vorbei ins Depot, um dessen Schätze neugierig zu begutachten...