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PETER ORONTES

Der Seelenhändler



Ein ungutes Gefühl bemächtigte sich Wolfs. Er hieß den Jungen in einiger Entfernung warten und übergab ihm die Zügel seines Rappen. Vorsichtig blickte er sich um und ging dann allein weiter. Bei der Hütte angekommen, stellte er fest, dass die Tür etwa eine Hand breit offen stand. Vorsichtig drückte er dagegen. Mit einem klagen-den Knarzen bewegte sie sich in den hölzernen Angeln – glitt schwerfällig auf und gab zögernd den Blick in das dunkle Innere frei.
Wolf duckte sich langsam durch die niedrige Öffnung hindurch und betrat den aus groben Lehm gestampften Boden.
Hinter ihm fiel die Tür wieder in ihre ursprüngliche Position zurück; nur durch den handbreiten Spalt drang Licht herein.
Das Erste, was er wahrnahm, war das plötzliche Summen einer Unmenge aufgescheuchter Schmeißfliegen, die unmittelbar vor ihm vom Boden aufstoben.
Erschrocken richtete er den Blick nach unten, blieb stehen und versuchte Genaueres zu erkennen – doch noch legte sich das Dunkel wie eine schwarze Binde gnädig auf seine Augen.
Dann hatte es mit der Gnade jedoch ein Ende.
Er begann zu sehen – schemenhaft zunächst, doch allmählich immer deutlicher.

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